Messebesuch Die BOOT 2009

Dienstag, den 20.01.

Es war endlich soweit. Schon vor einigen Tagen hatten wir unseren Wohni geholt und die Räder noch gewechselt. Nun fährt er mit nagelneuen Winterreifen. Na gut in dieser Jahreszeit gar nicht so übel. Gestern räumten wir ihn dann ein und so konnte es gegen 10 Uhr losgehen. Die Fahrt nach Düsseldorf ist nicht wirklich weit, von uns aus. Gutes Wetter und kein Stau brachten uns schon um 14 Uhr auf den Caravanplatz der Messe. Schlecht getimt, stellten wir schnell fest. Wären wir erst nach 16 Uhr gekommen, hätte man für diesen Tag nichts bezahlt. Aber gut, dazu war die Erkenntnis zu spät gekommen.

Nachdem wir den Strom angeschlossen und uns eingerichtet hatten, nutzten wir das super Wetter noch aus. Mit dem Shuttlebus fuhren wir zur Messe und besorgten uns die Karten für die nächsten 2 Tage.

Da wir schon zu Hause Vorbereitungen getroffen hatten wurde später, anhand des Hallenplanes die Taktik für den ersten Messetag festgelegt. So ein Chaos wie vor zwei Jahren wollten wir nicht noch einmal haben.

Mittwoch, den 21.01.

Der Wecker klingelte uns um 8 Uhr aus den Federn. Das Frühstück vertrieb die Müdigkeit und so machten wir uns gegen 9:30Uhr auf den Weg zum Shuttlebus. Dieser brachte uns dann zum Eingang Nord von wo aus wir unser "Abenteuer Messe" begannen.

Unsere Liste, die wir abarbeiten wollten, lenkte uns in Halle 11 (Zubehör). Im Nachhinein muss ich zugeben, dass wir von den anderen Hallen nicht allzu viel gesehen haben. Im Grunde hielten wir uns ständig in den Hallen 10,11, 12 und 16 auf.

Als wir zum Yachtfunkstand wollten kam uns ein Stand mit Windfahnensteuerung in die "Quere". So ging es eigentlich immer wieder. Die Zeit verging wie im Flug. Leider ist es in den Hallen verboten gewesen zu fotografieren.

Gegen 11:30 Uhr gingen wir dann in die Halle 16, wo am Stand der YACHT ein Vortrag von Bobby Schenk lief, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Abgesehen davon tat sitzen mal ganz gut. Der Vortrag war gut gemacht und interessant. Auch war es mal nett einen Bobby Schenk "live und in Farbe" zu sehen.

Nach diesem Vortrag ging es wieder in Halle 11, diesmal zu den Segelmachern. Wir wollten einfach Angebote einholen und lernten so ganz nebenbei auch so einiges über Segelstoffe und Segel im allgemeinen. Was aber nach dem 5.Stand bei mir den Effekt hatte: ich konnte es nicht mehr hören....

Leider kamen wir zu dem Vortrag von Sönke Röver so spät an, das für uns kein Sitzplatz mehr da war. So verpassten wir diesen zur Hälfte, da mein Kreislauf das lange Stehen nicht mehr mitmachte. Hinsetzten und was trinken war da angesagt. Danach ging es wieder und wir machten uns weiter auf, diesmal in Hale 12 zu den Anglern. Das war Bert´s Sache und so gar nicht mein Ding.

Später noch waren Elektronikteile angesagt und bei Jeannau fragten wir nach Plänen für unser Boot. Aber außer einer Kontaktadresse kamen wir da nicht weiter.

Gegen 17 Uhr war dann Ende angesagt und wir fuhren zurück zu unserem Wohni. Tat das gut, raus aus den Schuhen und Füße hochlegen. Beide hatten wir keine Lust mehr uns mit unseren gesammelten "Werken" zu beschäftigen. So kochten wir uns noch etwas und lagen recht früh in den Federn.

Donnerstag, den 22.01.

Irgendwie ist ein Messebesuch auch Arbeit und so standen wir wieder um 8 Uhr auf und waren um kurz nach 10 Uhr in der ersten Halle. Diesmal wollten wir uns mit einem alten Freund von Bert treffen, der einen Stand bei den Tauchern hatte. Leider war dieser unterwegs und wir stapften erstmal wieder Richtung ... wohin wohl ... Halle 11.

Wassermacher, der Kauf einer kleinen Petroleumheizung, medizinische Versorgung an Bord, Kontakt zu einem Vertreter der ENO Herde der uns helfen will Ersatzteile für unseren kaputten Herd zu bekommen und wieder Elektronikteile standen heute auf unserem Zettel.

Diesmal waren wir pünktlich zu einem Vortrag über Wetterprogramme beim Yachtstand. Klingt richtig gut, ist aber ziemlich teuer war unser Resüme.

Gegen 16 Uhr hatten wir die Hallen 11,12 und 10 so oft durchlaufen, das uns der Überblick verloren ging. "Wo war der Stand mit ...?" "Keine Ahnung, aber ich glaube dort lang." Das war meist nicht richtig.

Also Richtung Hall14 zum TO Stand und dort nachfragen, wo das TO Treffen am nächsten Abend denn genau war. Freundlich gab man uns die Adresse des Düsseldorfer Yachtclubs. Treffen um 18 Uhr. Okay, wir hatten beschlossen, wir hängen noch einen Tag dran und fahren dorthin.

Zum Ende des Tages nochmal zurück zu den Tauchern, wo wir dann auch Bert´s Kumpel trafen. Nach einem kurzen Plausch ging es zurück zum Wohni. Ziemlich fertig und wir freuten uns darauf am nächsten Tag einfach mal zu gammeln. Aber erstmal hieß es den Platz zu verlängern.

Also im Regen zum Platzeingang und die 22 € bezahlen. Danach wollte selbst ich nirgendwo mehr hin und nur noch meine Ruhe haben. Mittlerweile goß es wie aus Kübeln und der Regen klapperte auf das Dach. Gemütlich sagte ich ... Bert hielt es eher für nervig.

Freitag, den 23.01.

Ausschlafen .... was für ein herrliches Wort. Wir taten es ausgiebig und verbrachten den Tag lesenderweise im Wohni. Mehr war auch nicht wirklich möglich, bei immer noch vorherrschendem Dauerregen.

Gegen 17 Uhr hängten wir unser Auto ab und machten uns auf den Weg zum Treffen. Das Navi führte uns, über die Autobahn, gut hin und so waren wir natürlich viel zu früh. Der Yachtclub liegt nur ca 5 km von der Messe entfernt direkt am Rhein. Was nun? Es goß noch immer in Strömen und der Wind hatte sich zu einem Sturm gemausert. Nicht sehr gemütlich dabei in der Gegend herumzulaufen. Da ich aber einen Zigarettenladen in der Nähe gesehen hatte stapften wir tapfer bei 2°C, Regen und Sturm dorthin. Direkt am YC hatten wir uns auf den Parkplatz gestellt und wollten diesen auch nicht aufgeben. Nass und durchgefroren saßen wir danach wieder im Auto. Jetzt reichte es Bert: "Wir gehen da jetzt rein."

Der YC hat ein sehr schönes, vornehmes Ambiente. Was sich auch auf der Speisekarte bemerkbar macht. Soll heißen: es ist teuer dort. Das sollten wir auch später am eigenen Leib erfahren.

Um 18 Uhr trafen dann auch andere TO Mitglieder ein. Ca 60 Leute sollten kommen. Anfangs konnte man sich auch noch wirklich nett unterhalten. Wir fanden es interessant andere kennen zu lernen, die unseren Traum schon gelebt hatten oder auch am Vorbereiten waren. Dort war man kein "Spinner".

Essen gab es auch. Für mich Grünkohl, für Bert Gemüselasagne. Gar nicht so schlecht, aber der Preis haute uns dann doch um. 13,20€ pro Essen. Das war mit Abstand der teuerste Grünkohl mit Wurst den ich jemals gegessen hatte.

Nach einem Vortrag von Intermar wurde allerdings der Lautstärkenpegel in dem Raum dermaßen hoch, das an eine normale Unterhaltung nicht mehr zu denken war und so setzten wir uns ab.

Die Rückfahrt zum Wohnwagenplatz gestaltete sich noch etwas schwierig, da wir dachten wir könnten es einfacher haben als auf dem Herweg. Immer nur am Rhein lang, an der Messe vorbei und wir sind da. Tja, wären da nur nicht die Absperrungen gewesen. Jedenfalls kurvten wir ziemlich herum, bis schließlich doch unser P1 auftauchte. "Da ist Wohni," rief ich und war nicht mehr davon abzubringen in die Richtung zu fahren. Leider kamen wir von der falschen Seite ... die Zufahrt war eine Einbahnstraße. Gucken ... ist dunkel und nirgendwo jemand zu sehen. Also rein da. 60m weiter hatten wir Wohni erreicht und stellten unsere Auto auf den Parkplatz. Gut gegangen.

Am nächsten Morgen verließen wir gegen 9 Uhr den Platz und waren um 12:30 Uhr wieder zu Hause.

Ergebnis der Messe:

Neue Erfahrungen, viele Angebote und einige Kontakte konnten wir mitnehmen. Jetzt müssen wir das Ganze erstmal auswerten.