02.08.2009
Vorgestern war es soweit, das wir endlich mal wieder einen Fortschritt gesehen bei unserer Aktion. Das Wetter spielte mit, es war warm, aber nicht zu heiß und vor allem: trocken!!
Also schoben wir sie, auf dem Trailer natürlich, vor die Garage wo nicht soviel Zeug von dem Bäumen drauf flog. Dann noch ein letztes Mal die letzten Ecken abschleifen.
Aber bevor wir anfangen konnten zu streichen, mussten erstmal die Löcher beseitigt werden. Dafür hatten wir uns flüssiges GFK geholt, auf Anraten von AWN. Bloß wie viel brauchen wir davon? Keine Ahnung. Laut Beschreibung hatten wir, nach dem Anrühren eine viertel Stunde Zeit das zu verarbeiten. Na super. Also erstmal gucken wo überhaupt etwas gemacht werden musste. Ich muss zugeben: das war Berts Sache.
Ich schnappte mir in der Zwischenzeit den Reiniger, ein sauberes Tuch und fing schon mal an, oben ab zu wischen. Von wegen: sauber und staubfrei. Ein wenig aufgeregt waren wir schon: würde diese Vorstreichfarbe überhaupt das komische orange (was ja immer noch da war) überhaupt decken?
Aber tatsächlich, es deckte. Etwas verwunderte fragte ich nach, ob er in die Vorstreichfarbe schon etwas Lack mit ein gemischt hatte. "NEIN, warum?" "Weil es schon blau wird." Aha, aber es deckte. Was ein Gefühl ... man sah wieder etwas davon was man tut. Genial ... her mit der Rolle.
Was für eine Arbeit ... erst mit Universalverdünnung abwischen, dann pinseln. Stück für Stück. Bert war dann irgendwann fertig mit dem "verspachteln" und übernahm die Malerarbeit mit dem Pinsel. "Du musst nicht mit einem Eintunken in die Farbe das ganze Boot streichen." "Nicht so schnell mit der Rolle, du streichst nicht im Accord. Da deckt die Farbe nicht richtig." Himmel .... so schwierig hatte ich mir das nicht vorgestellt, aber so blöde kann man (Frau) doch gar nicht sein. So langsam bekam ich den Dreh raus. Zwischendurch immer wieder erst mit Verdünnung abwischen. Gut... ab und zu rieche ich das Zeug ja mal ganz gern, aber auf die Dauer gibt's Kopfschmerzen.
Um die ausgebesserten Stellen mussten wir natürlich herum streichen. Aber wir kamen gut vorwärts.
Nach ca 5 Stunden waren wir soweit fertig ... nicht nur das Boot .....
Am nächsten Tag mussten die Stellen noch abgeschliffen werden, gereinigt und gestrichen.
03.08.2009
Es ging weiter. Das Wetter spielte mit, es war nicht zu heiß gerade richtig zum arbeiten. Zuerst einmal hieß es wieder: schleifen. Meine Lieblingsbeschäftigung..... Diesmal jedoch vorsichtig und per Hand. Anschleifen mit ganz feinem Papier. Wo fangen wir an? Am Besten: hinten. Nach dem Schleifen musste alles mit Universalverdünnung abgerieben werden, damit es auch ja staubfrei ist. Dann kam der große Moment beim Streichen ... der Lack kam drauf. Wie würde es aussehen?
Gut sieht es aus ... aber bloß keine "Rotznasen" rein machen. Einfacher gesagt als getan ... vor allem an den Ecken und Kleinteilen. Die halten unheimlich auf. Aber dieser Bootslack, obwohl nicht wirklich billig, ist wirklich gut. Verdünnen mussten wir ihn gar nicht, der konnte sehr gut so verarbeitet werden.
Aber wir kamen gut voran. Bloß klebt der Lack, solange er noch frisch ist, wahnsinnig. Bloß nirgendwo drankommen. Das war ja alles noch ganz einfach, solange wir uns im Boot befanden ... aber wie kommt man raus, ohne an den Lack zu kommen? Turnen mit viel Gefühl war angesagt.
04.08.2009
Da Bert arbeiten musste machte ich mich daran auch noch den Rest zu lackieren. Laut Wetterbericht sollte das gute Wetter noch einige Tage halten. Das müssen wir ausnutzen, vor allem, da klar war ... wir mussten auch noch ein zweites Mal darüber gehen.
Also ran an den Pinsel und die Rolle. Zugegebenermaßen sah ich abends immer ein wenig "bemalert" aus. Trotz Einmalhandschuhen kam bei mir der Lack immer sonst wohin und musste dann mit Verdünnung entfernt werden. Egal, Hauptsache Julchen glänzt.