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Julchen
05.07.2009
Nicht das es irgendjemand auf die Idee kommt, wir würden die Hände in den Schoss legen ... nein, dafür haben wir schon vor der Überführung gesorgt.
Aber das Angebot konnten wir einfach nicht ablehnen. Uns wurde ein Kajütboot angeboten zu einem Preis, der ein Schnäppchen war. Nun haben wir eine zweite Baustelle. Nicht nur, das wir unsere Anjuli machen müssen, nein... wir haben uns noch mehr Arbeit gekauft.
Aber mal von vorne ... an unserem letzten Wochenende auf dem Campingplatz bekamen wir ein Angebot für ein Motorboot von einem Kumpel dort. Der gibt alles auf, kann einfach aus Altersgründen nicht mehr. Wir fuhren zu dem Bauern, bei dem das Boot steht und guckten es uns an. Gut, es ist so einiges zu tun, aber das schaffen wir auch noch.
Es ist ein 5m Kajütboot, nicht gerade klein. Bringen wir das in den Hof? Eigentlich wollten wir den Stellplatz, nach Verkauf der Mercy, abgeben. Zum Glück hatten wir das noch nicht. Aber nach abmessen des Platzes kamen Zweifel. "Das steht drüber." Hmm.. gut fragen kostet ja nichts. Also zum Vermieter und denen unser Problem erklärt, mit dem Hinweis ... wir sind in 3 Tagen weg und müssen das klar machen. Einen Abend später standen die auf der Matte und gaben ihr okay. "Ihr könnt das Boot ja weiter raus stellen." Also irgendwie wird's schon gehen. Anruf beim Eigner ... wir nehmen sie.
Damit waren wir erstmal weg.
Am 30.06. kamen wir zurück, am 01.07. fuhren wir zum Campingplatz und am 02. holten wir das Boot vom Bauern zum Platz.
Am Abend kam dann noch der Eigner, gab uns die Papiere und die Schlüssel. In der Zwischenzeit hatten wir schon mal abgecheckt. Da unsere Boote alle Namen haben hatten wir es schon mal auf "Julchen" getauft. Aber die richtige Taufe wird erst kommen wenn sie sauber und beschriftet ist.
Am 03. fuhren wir mit ihr dann erstmal auf ne Autowaschanlage, wo wir sie außen grob abstrahlen konnten. Sie hat immerhin 4 Jahre nur gestanden. Dann nach Hause. Zum Glück hielt uns niemand an... TÜV war schon 07 abgelaufen, vom Trailer. Sie in den Hof zu schieben war ein Kraftakt. Mit unserer Wohni Batterie konnten wir aber den Motor runterlassen. Wir mussten auch Wohnis Bugrad nehmen, das von ihr ist platt, so hätten wir es nie geschafft.
Jetzt heißt es, sie wieder klar zu machen. Erstmal alles raus ... Polster etc kamen auf den Werthoffhof. Wer bitte, kommt auf die glorreiche Idee alles mit Teppich auszukleiden????
13.07.2009
Wo fangen wir denn nun bloß an? Innen oder Elektrik? Ganz verkehrt, wir haben beschlossen unserem Julchen eine neue Farbe zu verpassen. Also los zu AWN nach Mannheim. Was nimmt man dafür am besten? Für unsere vielen Frage hatte man dort Antworten ... wir hoffen nun das das auch alles stimmt.
Aber vor dem Streichen muss sie erstmal abgeschliffen werden. Gar nicht so einfach das Ganze. Mir hat sich der Sinn von Staubmasken und Arbeitshosen sehr schnell erschlossen. Mit, zugegebenermaßen .. geliehenem, Profigeräten ging es aber dennoch gut. Wenn man den Dreh mal raus hat. Immerhin ist das alles ja auch eine gute Übung für unser Anjuliprojekt.
Noch haben wir längst nicht alles abgeschliffen, zuerst einmal mussten die Fenster mit Sika abgedichtet werden. Ständig Wasser im Boot ... nein das geht nicht.
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24.07.2009
Vorgestern war der große Tag ... nein, wir sind noch nicht fertig. Aber Testlauf vom Motor ... läuft er überhaupt? Wir hatten bis dahin keine Ahnung, nur ein gutes Gefühl. Aber würde das ausreichen? Spannend war es. Zündkerzenkontrolle, Wasserschlauch mit den Ohren dran, Benzin ... ach ja, Benzin. In den Tank hatten wir 10 L eingefüllt, das müsste doch reichen. Blöderweise spinnt die Pumpe ein wenig. Aber dann ging es doch .. phu. Etwas unkonventionell vielleicht ... Bert musste in den Tank pusten ... Kein weiterer Kommentar dazu ... Aber der Sprit scheint ihm nicht geschmeckt zu haben ... Schatz, das muß beim nächsten Mal anders gehen.
Dann den Schlüssel drehen und den spannenden Moment abwarten ... tatsächlich er kam beim zweiten Versuch. Meine Güte macht der einen Krach und qualmt vielleicht. Bert war ganz glücklich über den Qualm. "Das zeigt, er bekommt Öl," war seine Erklärung. Wir ließen den Motor eine Weile laufen. Wahrscheinlich sehr zum "Vergnügen" der Nachbarn, egal... jetzt wissen wir "er läuft". Super!
Weiter ging es dann mit der Schleiferei. Hat dieses Boot viele verwinkelte Stellen. Ich hatte vorher schon die alte Nummer und alte Aufkleber abgezogen, mit Hilfe eines Föns, sonst war man chancenlos.
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