Unser Urlaub 2008

Erste Woche

Endlich war er da, der ersehnte lange Urlaub. Am 25.04. verbrachten wir den ganzen Tag damit, unser Auto zu laden. Himmel, was da alles mitsollte. Zum Glück haben wir eine Dachbox. Ohne diese wäre es völlig aussichtslos gewesen. Der Kombi war so schon zugepackt bis unters Dach. Das Schlauchboot kam dann in die Box, samt Motor. Bettzeug, Kühlbox, Werkzeug nahmen den größten Teil ein. Aber irgendwann war es geschafft.

Eigentlich wollten wir um 4 Uhr aufstehen, aber vor lauter Aufregung konnten wir kaum schlafen und waren schon um 2:30Uhr unterwegs. Eine lange Fahrt wurde es. 1200km und die längste Strecke durch Frankreich. Mit dem Abwechseln beim Fahren war es so eine Sache. Ich selber fuhr nur eine Stunde und die anderen 11 ist Bert gefahren. Endlich kamen wir gegen 14:30 Uhr am Schiff an. Wenigstens bei gutem Wetter.

Völlig geschafft, aber glücklich. Vier Wochen lagen vor uns, was für ein Gefühl. Da kam es nicht mehr darauf an, dass wir noch ausräumen mussten. Ein wenig irritiert schauten wir zwar, das der Zaun bei uns vor dem Hafenbecken weg war, was sich dann aber als günstig herausstellte, da wir nicht alles soweit schleppen mussten. "Du willst doch nicht alles heute ausräumen?" "Nein, natürlich nicht, aber der Fernseher, die Bettwäsche, die SAT Antenne, die Klamotten, die Kühlbox müssen raus." Na klasse .... Damit war das Auto soweit klar und nur das Werkzeug blieb drin. Fernseher raus hieß auch, Fernseher anbringen und Antenne irgendwo festmachen.

Ein bisserl einkaufen, ein Besuch in der Colonia Bar rundeten den Tag ab.

Am nächsten Morgen (Samstag) schien die Sonne schon von strahlend blauem Himmel. Nach dem Kaffee war klar, Schlauchi muss aufgebaut werden. Ausschlaggebend war auch die Information, das der Zaun in den nächsten Tagen wieder aufgebaut werden sollte. (Das war erst nach 10 Tagen der Fall ....) Also raus aus der Dachbox und am Kai aufgebaut. Würde es die Luft halten? Unser Test im Wohnzimmer war ja nicht sehr lang gewesen. Große Frage war auch: würde der Motor laufen?

Nach einer halbe Stunde schwamm unser Schlauchboot das erste Mal neben der großen Schwester im Wasser und der Außenborder hing an seinem Platz an Bord.

Mit einigen Turnübungen auf der Badeplattform gelang es Bert dann auch ihn am Schlauchi anzubringen.

Probefahrt. Man fasst es ja  nicht, aber unser uralter AB läuft. Er hat zwar keine Schaltung, keinen Leerlauf und die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig .... aber er funktioniert.

Das erste Bild zeigt die Rettungsaktion unserer Plane für die Paddel, die uns davongeflogen war.... es hat geklappt...Plane über Bord Manöver erfolgreich hieß es ....

Dann war ich an der Reihe und stieg in´s Schlauchi um die alten Buchstaben an der Bordwand noch abzumachen. Das war von unten aus wesentlich einfacher ("mach es mal fest an der Bordwand" "Wie denn?" "Mit dem Saugnapf" "aha....") Vor allem, nachdem der Tipp kam: nehmt doch einen Fön um sie warm zu machen. Gesagt, getan und nach einer Stunde war unsere Anjuli Nui wieder richtig beschriftet. Wobei mir die Hantierung mit dem Fön im Schlauchboot etwas suspekt war.

Abends konnten wir dann wirklich Fernsehen. Es hat uns die ganzen Wochen fasziniert: die kleine SAT Antenne hat uns auch auf dem schwankenden Boot ein klares Bild gebracht.

Aber eines durfte an dem Abend dann doch nicht fehlen: die Taufe unseres Schlauchis. Wir hatten extra Sekt mitgenommen und so wurde es feierlich mit diesem begossen. Natürlich bekamen wir auch etwas ab ....

Der Montag fing bewölkt an und wir beschlossen mit der Arbeit weiter zu machen. Bert ging an die Elektrik und ich an´s streichen unserer Bretter von der Pflicht. Teaköl hatten wir schon mitgebracht.

Die Sonne kam an dem Tag noch raus und die Arbeit wurde schweißtreibend. Alle Bretter abschrauben, raus auf den Steg, saubermachen und 2 mal streichen. 

Bert kam dann zu Hilfe und wusch mit Wasser unsere Pflicht erstmal sauber.

Vorher hatte er die Elektrik an Bord soweit fertig gemacht. Kabel gelegt, neue Steckdosen usw. Den Laptop wollten wir noch anschließen und die GPS Antenne anbringen.

Mittwoch war es dann endgültig arg bewölkt und wir fuhren mit dem Auto nach Rosas. Ein bisserl im Hafen dort umgucken.

Abends gab es dann Fisch. Wir hatten eingekauft und uns Fische mitgebracht, von denen wir teilweise nicht wußten was es war. Also wurde sie, wie wir es von zu Hause gewohnt waren, gebraten. Geschmack? Naja ...

Dann holten wir Schlauchi an Bord. Mal so zum testen, ob wir das hinbekommen. Mit dem Fall ging es besser als gedacht und bald lag das Schlauchboot auf dem Vordeck.

Am Morgen des 01.05. machte sich Bert an den Einbau unseres Brettes für die Ankerwinsch. Erstmal diese aus dem Ankerkasten und an Land bringen. Die Ankerkette verholten wir, mit Hilfe des Schlauchbootes, an Land. 40m Kette ist doch arg schwer. Da lag sie dann und wir konnten erkennen, das sie an drei Stellen völlig verrostet war. Na super! Auch war es eine größere Aktion die Winsch von dem alten Brett herunter zu bekommen, als wir gedacht hatten. Die alten Schrauben abgeflext und dennoch ließ es sich nicht abziehen. Also kam der Hammer zum Einsatz. Am Ende hatten wir das Brett ab und die Schrauben ließen sich nicht lösen .... steckten in der Winsch fest. Guter Rat war teuer. Er kam ... ein Nachbar riet uns zum Schlosser mit dem ganzen Zeug zu fahren. Das wurde am nächsten Morgen erledigt. Auch sollten die verrosteten Kettenglieder raus geschnitten werden und wieder zusammen geschweißt. Na hoffentlich wird das was ...

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An Bord wurde das neue Brett eingepasst und fest montiert.

Am Nachmittag kam dann eine Einladung, mit einem anderen Boot hinauszufahren. Diese nahmen wir gern an und hatten einen schönen Tag noch dort an Bord. Es war spannend mal mit einem anderen Schiff raus zufahren und zu merken was elektrische Winschen bedeuten. Aber bei den Preisen werden wir weiterhin kurbeln .....

Nach der ganzen Schufterei mal etwas Entspannung und mal hinaus aufs Meer.

Bei uns an Bord riss die Arbeit nicht ab. Leinen neu aufklarieren und so unterbringen, das sie griffbereit sind. Den Heckanker aus der Backskiste herausholen, wo er uns gar nichts nutzt und am Heck anbringen. Sonnendach aufhängen, sonst holt man sich da doch noch einen Sonnenstich.

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