Sonstiges 8
05.09.2010
Ein Anruf beim Schlosser verriet uns: unsere Sachen sind fertig. Nichts wie hin und abholen. Dabei handelte es sich um die Befestigungen für die Solarpanele und auch unsere beiden Teile für die Radarantenne und den Windgenerator waren noch mal modifiziert worden.
An Bord machten wir uns aber zuerst daran, den Geräteträger abzubauen. Auch dieser bekommt noch Verstärkungen angeschweißt. Das aber wird erst nächste Woche erfolgen, auf der Werft. Bin mal gespannt, vor allem wie wir ihn dann wieder anbringen.
Ohne den Geräteträger wirkt unser Schiff noch nackiger.
Die Befestigungen mussten noch poliert werden, auch das ging, mit der Flex, sehr gut. Irgendwie sind wir da wohl im "Polierwahn". Egal, sieht aber hinterher immer besser aus.
Während Bert sich mit der Flex beschäftigte nutzte ich die Zeit um zu gucken, wie unser neuer Laptop in die Naviecke passte.
Wenn wir los fahren bekommt er allerdings noch eine kleine externe Tastatur und wird vorerst natürlich nicht an Bord gelassen. Wir müssen zu Hause auch testen wie alles funktioniert, vor allem auch mit WLAN ... muss zugeben, damit kennen wir uns nicht wirklich aus. Aber es bleibt ja noch Zeit zum üben...
09.09.2010
Werkstatttag war angesagt. Ein großes Dankeschön geht an einen Bernie, der auf der Werft eine Werkstatt hat, sogar mit der Möglichkeit Edelstahl zu schweißen und der das dann auch kann.
So wurde unsere Geräteträger verstärkt, mit Edelstahlplatten. Die kaputte, abgebrochene Relingstütze wurde repariert, die Stahlplatten für den Unterbau (über das Holz) des Trägers zurechtgeschnitten und größere Schraubenlöcher in den Geräteträger gebohrt.
Klingt alles einfach, war es aber nicht und die Männer waren gute 2 1/2 Stunden damit beschäftigt. Leider regnete es in Strömen und so konnten wir nicht mehr polieren. Damit muss auch das montieren noch ein wenig warten.
17.9.2010
Letzte Woche konnten wir dann weiter machen. Der Geräteträger wurde poliert und wieder aufgebaut. Klingt auch alles recht simpel, dauerte aber seine Zeit. Vor allem war es eine Aktion, das unhandliche Teil wieder an Bord zu bringen und dort zu verhindern das es nach hinten herunter fällt.
Als Verstärkung bekam er zusätzliche Befestigungen und stärkere Schrauben. Ein 12er Bohrer brach bei der ganzen Aktion ab. Zum Schluss aber stand der Träger wieder fest an Bord.
Am nächsten Tag kamen wir mit voll gepacktem Auto auf die Werft. Endlich sollten unsere Befestigungsteile für Radar und Windgenerator aufgebaut werden, natürlich mit den dazugehörigen Geräten. Dafür musste zuerst mal unser "Windi" zusammengebaut werden. Das ging am Besten noch unten.
Dann hinein in seine Halterung, das Kabel durchgezogen und alles hinauf auf den Geräteträger. Wenn das Teil mal nur nicht so schwer wäre. Nur nicht Übergewicht bekommen und von Bord fallen .... Aber schlussendlich saß er dann oben, drehte sich aber in Ermangelung von Wind nicht.
Frage: passt die Radarantenne auf die Halterung? Löcher waren ja vorgebohrt und wir konnten nur hoffen, das sie auch richtig saßen. Aber es passte alles perfekt. Also hoch mit dem ganzen Teil auf den Geräteträger.
War ich froh als alles oben war, ohne das etwas passiert war.
Schlussendlich musste noch die Solarzelle hinauf. Auch hierfür hatten wir Befestigungen machen lassen, von denen wir nun hofften, das sie passen würden. Getestet hatten wir das ja nicht, nur gemessen. Aber auch das funktionierte und "Soli" saß fest an ihrem Platz.
Nur die GPS Antennen brachten wir noch nicht an, da ja, über den Winter, alles wieder herunter kommt. Sonst bekommen wir weder den Mast drauf noch unsere Abdeckplane.
Obwohl wir schon ziemlich kaputt waren mussten wir doch noch testen, ob unser Radar auf läuft. Das hätten wir besser sein lassen. Es hätte uns Aufregung erspart. Das Radarkabel war aber das einzige, was schon fertig verlegt war. Da musste nur noch ein Borddurchbruch hergestellt werden. Borddurchlässe hatten wir schon gekauft. Der 16er war der größte und müsste, angeblich passen. Das Problem dabei war nur: das Kabel wäre ja durchgegangen, aber zum Anschluss an die Antenne gehört ein kleiner Stecker, der genau 16 mm hatte. Kein Problem? Tja, wenn der Borddurchlass sich nicht auf 14 mm verjüngen würde. Wer, bitte, baut denn so was? Also wurde das ganze ausgefräst und endlich passte es. So weit, so gut. Bemerkung: Natürlich hatten wir das Kabel an die Antenne angeschlossen, bevor wir sie auf den Geräteträger montierten.
Dann kam der große Moment: Plotter an und ... öhm wie ging das noch? Das Symbol für Radar war nicht mehr durchgekreuzt, also hatte er es wohl erkannt. Aber wie bringt man es zum Laufen? Handbuch her und probieren. Tatsächlich lief es an, wir freuten uns wie die Schneekönige. Das hielt aber nicht lange an, denn nach dem wir es ausgeschaltet hatten lief es nicht mehr. Egal was wir machten, es passierte nichts mehr. Radar kaputt? Das konnte doch nicht wahr sein!
Völlig gefrustet fuhren wir an dem Abend nach Hause. Ein Anruf bei Eissing, wo sich der Techniker wirklich viel Mühe gab, brachte uns die Erkenntnis: wenn es wirklich (mit den Tipps von ihm) nicht gehen sollte, müßten wir die Antenne wieder abbauen und hineingucken, evtl einschicken. Oh nein, bloß nicht das noch! Aber wieso sollte es kaputt sein? Wir hatten es doch gerade erst aufgebaut.
Am nächsten Tag, ausgeruht, probierte ich es an Bord noch einmal. Diesmal mit viel mehr Ruhe und dem Ergebnis: unser Radar funktioniert einwandfrei. Wenn man bloß Geduld hat. Es braucht einfach seine Zeit. Uns fiel ein Stein vom Herzen und wir saßen, völlig begeistert, vor dem Plotter. Jetzt müssen wir uns damit nur noch beschäftigen, so richtig kennen wir uns damit noch nicht aus.
Dann wurden die Solarzelle und der Windgenerator noch verkabelt und an die entsprechenden Ladegeräte angeschlossen. Auch bei dieser Aktion hatten wir ziemlich viel Glück, im Nachhinein. Da kein Wind war, drehte sich Windi nicht und es war kein Problem ihn an das Ladegerät anzuschließen. Erst später lasen wir, im Handbuch, das wir das Gerät hätten ausstellen müssen und verhindern sollten das sich der Generator drehte. Na ja, es war gut gegangen. Wie wir aber den Windi am drehen hindern sollen ist uns etwas unklar, da er ziemlich hoch sitzt und wir beide nicht wirklich herankommen, ohne Verletzungen zu riskieren. Einen Stop Schalter haben wir eingebaut, konnten ihn aber nicht testen, da bisher nicht sehr viel Wind war.
Brachte die Solaranlage Strom? Wir hatten unser Ladegerät ausgeschaltet und beobachteten den Batteriemonitor. Tatsächlich, sie lud, obwohl es sehr bewölkt war. (Bei dem Bild läuft noch das Radio mit 1A)
Über Nacht wollten wir die beiden (Solar und Wind) mal machen lassen. Zu Hause schlossen wir Wetten ab, ob in unserer Batterie noch Strom war, wenn wir am nächsten Tag wieder kommen würden. Immerhin lief unser Kühlschrank noch und das ist ein Stromfresser.
Tatsächlich hatte die Batterie noch 70% am nächsten Tag. Damit hatten wir beide nicht gerechnet, obwohl es keinen Wind gab und damit nur die Solarzelle Strom brachte. Klingt alles sehr gut.
Dann wollten wir unseren Windgeber testen. Das hieß, Kabel im Inneren des Schiffes verlegen. Bodenbretter hoch, turnen war angesagt. Da wir den Geber noch nicht in den Mast legen konnten mussten wir es testen, indem wir ihn einfach mal an Bord aufstellten. Tatsächlich funktionierte es.
Zum Schluss wurden noch die Lüftungteile für Wolli eingebaut. Da wir das Hauptgerät für die KW Funke hinter eine Abdeckung eingebaut hatten musste für die Belüftung gesorgt werden. Aber so konnten wir danach wieder etwas zu machen.