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21.10.2009
Als wir am Montag, bei herrlichem Sonnenschein aber nur ca 6°C, auf die Werft kamen wurden wir begrüßt mit den Worten: "Bei der Kälte wollt ihr jetzt arbeiten?"
Ja, wollten wir. Die alten Instrumente mussten heraus und mit ihnen natürlich die Kabel und Geber. Das war nicht so ganz einfach. Während Bert die Lichtmaschine ausbaute machte ich mich an die ersten Instrumente. Was ein Durcheinander an Kabeln.
Es half aber alles nichts. Wir gingen den Kabeln nach: Bodenbretter und Verkleidungen abschrauben, irgendwohin damit, Kabelbinder abknipsen, fluchen, schimpfen und endlich .... ein Kabel war raus. Dafür sieht der Innenraum unserer Anjuli aus, als hätte eine Handgranate eingeschlagen.
"Wieso ist der Kompass an den Geber vom Echolot angeschlossen?" Bitte wie?? Das konnte nicht sein. War auch nicht so, nur saß der Geber vom Echolot völlig woanders als wir gedacht hatten. Peinlich, aber wahr.
So langsam begannen wir, durch das Kabelwirrwahr hindurch zu blicken. Da kommt noch einiges auf uns zu.
28.10.2009
Gestern ging es nun weiter. Als erstes brauchten wir mal Strom, da sonst die Stichsäge nicht funktionieren würde. Das klappte auch, mit unserem Verlängerungskabel. Wäre da nicht ... jedenfalls roch es kurze Zeit später nach "Elektrik" und bei so etwas bekomme ich immer leichte Panik.
"Das kann nicht sein," Berts Kommentar. Aber der Geruch wurde immer stärker. Also runter vom Boot, Stecker raus. Wo kam das her? Wir schnüffelten alles ab, sah vielleicht etwas merkwürdig aus. Gefunden haben wir nichts. Des Rätsels Lösung: Aus einem Schornstein eines Hauses, welches direkt hinter der Werft steht kam schwarzer Rauch raus und nebelte auch noch alles ein.
Also wieder runter vom Boot, Stecker wieder rein ... da ging aber nichts mehr. Kein Strom. Nur der Stecker funkte und schmorte vor sich hin. So ging das nicht. Stecker wechseln war angesagt. Zum Glück fanden wir noch einen den wir z.Zt. nicht benötigen. Endlich ging danach alles wieder.
Aus Pappe hatten wir Schablonen herausgeschnitten, für unsere Funkgeräte, Radio und eine für ein Pactor Modem (haben wir noch nicht). Mit deren Hilfe maßen wir aus, wohin die Geräte kommen sollten. Gar nicht so einfach, da alles eine gewisse Tiefe hat und wir sie einbauen wollen.
Einen Platz für die UKW Funke war schnell gefunden, aber passt dort noch etwas anderes hin? Rein theoretisch ja, aber das wird man sehen. Erst einmal diese Funke einbauen. Halt, vorher alle Kabel wegmachen.
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Wohin nun mit dem Radio? Das gestaltete sich etwas schwieriger, aber auch für dies fand sich ein Plätzchen. Nur die Verkabelung wird etwas schwieriger werden, da jetzt die Rückseite des Radios in den Badezimmerschrank hineinragt.
Mit einem Blick auf unser Chaos in der Bugkabine und dem Kabelsalat an der Batterie machten wir uns wieder auf den Heimweg. Langsam wurde es auch Abend und somit ziemlich frisch.
06.11.2009
Vor zwei Tagen ging es weiter. Stromkabel hatten wir mittlerweile bekommen. Ebay sei Dank <lach>, nein, im Ernst, wir wunderten uns wirklich wie viele Leute Stromkabel brauchen.
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Batterien? Ja sicher, mit Hilfe unseres "Dummies" konnten wir ausmessen wohin sie sollten. Von denen aus können wir die Leitungen verlegen.
Um die Batterien dort einbauen zu können, mussten wir zuerst einmal einen neuen Wasserschlauch verlegen.
Zum Glück hatten wir den Wasserschlauch ja in Spanien schon gekauft. Warum erst den Schlauch? Ganz einfach, wenn wir mal die Bretter für die Batteriehalterung dort haben, kommen wir an den Schlauch nur sehr schwer dran.
18.11.2009
Weiter ging es zum Thema "Batterieeinbau". Nachdem wir genau ausgemessen hatten, welche Größe unsere Platten haben sollte und die dazugehörigen Vierkantleisten war ein Besuch im Baumarkt angesagt. Dort bekamen wir alles und mit 20 % Rabatt war es auch bezahlbar. Zurück an Bord krabbelte Bert wieder in unser Shap und maß aus.
"Wo kommen wir denn mit den Schrauben im Bad raus?" gute Frage, da wir uns nicht die Duschwanne anbohren wollten. Da alles schräg ist war das Ausmessen nicht so ganz einfach. Ergebnis: dort müssen Spaxschrauben rein.
Ausmessen, absägen, noch mal messen, Löcher vorbohren (in die Leisten) und dann anschrauben. Bei jeder Leiste wieder die Frage: wo kommen wir da raus? Schließlich sollen die Bretter, auf die die Batterien kommen auch fest genug sein. Vor allem aber muss es passen, also immer wieder mit unserem Batterie Dummie nachgucken.
Aber wir haben es geschafft. Ergebnis: 3 feste Bretter (die noch gestrichen werden müssen), einige graue Haare mehr und Knieschmerzen bei Bert.
Bei dem Versuch, zwei 35 qmm Kabel an eine Polklemme zu befestigen brach diese gleich entzwei (Baumarkt war wohl nix). Bevor wie damit weitermachen können müssen wir erst einmal die zurück bringen und gucken wo wir vernünftige her bekommen.
28.11.2009
Heute hatten wir Glück, ein Bootsnachbar brachte uns ein Gerät mit, damit wir die Kabelschuhe anklemmen konnten. Das war bei 35 qmm Kabel vorher nicht möglich gewesen. So konnten wir weitermachen. Neue Polklemmen waren auch besorgt.
Also: Bodenbretter wieder raus, auf die Knie und kopfüber arbeiten. Bert schimpfte leise vor sich hin .... "Wieso tut man sich das an?" ...
Die Kabel von den Batterien mussten verlegt werden, Leitungen zum Stromkonverter, Leitungen zum Ladegerät. Davon Leitungen zu den Hauptschaltern, das Messgerät des Batteriemonitor anbauen und alles möglichst so, das es später auch funktioniert.
Kabel beschriften, damit man später auch noch weiß welches wohin führt.