Amateurfunk1  neu am 28.08.2010

Amateurfunk

Es hilft ja wohl alles nichts, einer von uns muss sich an die Aufgabe machen: eine Amateurfunklizenz zu bekommen. Soweit so gut, die Aufgabe fällt mir zu. Ob ich es schaffe, weiß ich nicht, aber ich werde es versuchen. Lernen kann ich, was mit der Technik ist ... werde ich sehen. Bert hat prinzipiell mehr Ahnung davon, aber ich will kein Studium daraus machen. Wir müssen nur diese Lizenz haben um den Funk an Bord zu bekommen. Seit dem 15.09.09 bin ich dabei zu lernen. Mit Hilfe der offiziellen Prüfungsfragen der Bundesnetzagentur und einem Programm am Computer.

Über Erfolge oder Misserfolge werde ich hier weiter berichten.

Ein Dank geht erstmal an Herrn Volz vom Ortsverband des DARC Ludwigshafen , der uns zu einem Treffen eingeladen hat. Mal gucken, was dabei rauskommt.

09.10.2009

Tja, also ich gebe zu, zu dem Treffen waren wir nicht. Da ist leider etwas dazwischen gekommen, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Mittlerweile bin ich bei dem Technikteil angekommen, das wird jetzt lustig.

Den Fragenkatalog für "Betriebliche Kenntnisse" und "Vorschriften" habe ich durchgearbeitet und übe weiter mit dem Programm, welches auch die Prüfung simuliert. Das meiste werde ich mir wohl nur durch auswendig lernen eintrichtern können. Mal wieder ist die Erfahrung, im Bereich der Vorschriften: Das was am blödesten klingt ist meist das richtige oder wo in der Antwort was vom Umwelt steht.

Aber ich habe mir auch das Buch vom Rüdiger Hirche besorgt: Amateurfunk an Bord.

Was mir auch hilft ist die Seite von Eckart Moltrecht (www.amateurfunkpruefunk.de) ... jedenfalls hat sie mir bisher einiges klar machen können. Mal gucken wie das mit der Technik weiter geht.

13.10.2009

Gibt es auch irgendeine Formel die den Kaffee Verbrauch beim Lernen des Technischen Teiles ausrechnet??? Würde mich mal interessieren. Ich dachte immer, ich bin technisch nicht völlig unbedarft, aber das gilt wohl eher für die Praxis. Auch meine "2" in Physik hilft mir nicht wirklich weiter, die ist auch immerhin schon 31 Jahre her. In der Zwischenzeit hatte ich damit nichts zu tun. Zum Glück kann ich auswendig lernen. Weia, so etwas hätte ich 20 Jahre früher lernen müssen.

Aber eines ist auch klar, ich brauch irgendwie praktische Erfahrung, zumindest Hören. Rüdiger, vielen Dank, du hast mir zumindest klar gemacht, das man sich mit dem Gerät, welches man an Bord nehmen will, auskennen muss.

21.10.2009

Unser "Wolli" ist da.

Was ist Wolli? Ganz einfach: ein YAESU FT 857D, Funkgerät. Mit Z100 Tuner und einem FT Meter (klingt gut, oder? ich wusste bis vor 1 1/2 Monaten nicht einmal wozu man das benötigt oder was das ist). 

Warum "Wolli"? Jemand hat das YAESU FT 875D als "eierlegende Wollmichsau" bezeichnet. Vielleicht hat er ja nicht unrecht.

Aber es ist klein (ehrlich gesagt kleiner als wir gedacht hatten) und das Bedienteil ist abnehmbar. Braucht alles nicht viel Platz, welchen wir an Bord einfach nicht haben.

Warum jetzt schon? Wir wollen uns damit auskennen, wenn wir losfahren. NEIN, ich werde nicht funken, solange ich die Genehmigung (sprich das Amateurfunkzeichen und die Lizenz) habe, daher ist auch das Mikrofon  nicht angebaut. Aber hören ist erlaubt und mir erklärt sich hoffentlich einiges. Im Moment geht noch nix. Keine Antenne dran. Auch muss erstmal die Batterie her, samt Ladegerät. Die Antenne ist unser großes Problem, wohin damit und welche? Beide haben wir noch keine Ahnung und evtl. lässt sich ja jemand, in der Nähe, auftreiben der uns helfen kann. Über praktische Hilfe wären wir überaus dankbar.

Ansonsten kämpfe ich mich weiter durch den Technischen Teil.

30.10.2009

Wir sind weiter. Haben sogar eine, nein eigentlich zwei Antennen. Davon ist aber nur eine bisher angeschlossen. Eine BIATONG KW Multibandvertikalantenne  V-KW-2000 - 200 W, das andere ist eine Biatong SG-507 2/70cm (die ist noch nicht dran).

ok, ich glaube, auf dem kleinen Bild ist sie nicht zu erkennen, also bitte draufklicken und somit vergrößern

Dazu mussten erstmal einige Meter Kabel in der Wohnung verlegt werden, da die Große am Balkon fest gemacht ist. Ebenso wie zuerst die Stecker angelötet wurden.

Dann der große Moment: empfangen wir wirklich etwas? Doch, es funktioniert. Allerdings muss ich mich an das Rauschen gewöhnen. Jetzt konnten wir uns mit dem Gerät vertraut machen. Ich glaube, die Bedienungsanleitung wurde noch nie so gründlich gelesen wie von uns, zumindest sieht sie jetzt etwas "gebrauchter" aus. Aber bis wir wirklich mal dahinter stiegen, was es alles kann, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

 Achso ja, die Batterie war natürlich angeschlossen, sonst wäre alles nichts geworden ... auch Wolli benötigt Strom.

Was können wir jetzt machen, was uns später auch wirklich hilft? "Wetter anrufen", war Berts Idee. Gute Sache, nur wie geht das, ohne Pactor Modem? Nun hätte es geholfen, wenn wir im Januar, beim TO Treffen in DÜS, wirklich zugehört hätten. Dort gab es einen Vortrag, wie man Wetterdaten (Fax) an den PC holt, mit Kabel über die Soundkarte und Transceiver. Jetzt mussten wir uns halt selber schlau machen.

Das Herunterladen von JVComm32 war schnell gemacht, auf  JVComm , von Eberhard Backeshoff . Eine Demoversion, aber voll nutzbar und so noch kostenfrei. Eine wirklich gute Beschreibung und Hilfe ist in deutsch dabei. Wir wollen damit schon zu Hause klar kommen, damit wir nicht erst an Bord anfangen müssen zu üben. Hier haben wir genügend Zeit und Ruhe. Nun war das Verkabeln angesagt. Schöne Erklärung, wir steckten unsere Stecker in die vorgesehen Buchsen und ... warteten darauf, das wir Töne aus den Computerlautsprechern bekamen. Nichts ... welche Enttäuschung. Aber der Audiolevel Balken schlug aus. Komisch, also weiter probieren. Frequenzen heraussuchen, wie war das? 1,9 kHz darunter? Erstmal bekamen wir nur irgendwelche schwarzen Striche zu sehen. Aber dann klappte es wirklich, unser erstes Wetterfax. Wir freuten uns wie die Kinder. Aber wenn unser Internet so langsam wäre wie diese Übertragung bekäme ich eine Krise. Egal ... es geht offensichtlich, nun müssen wir damit nur noch etwas anfangen können.

Nach dem Ausdruck der Bilder fing das Rätselraten an: Wo ist denn dort Was zu sehen? Vielleicht kennt jemand diese Bilder, auf denen eine Sache zu sehen ist und wenn man sich auf ein anderes Bild konzentriert, ist auch dieses sichtbar. So kamen wir uns vor. Das ist offensichtlich wirklich eine Übungssache.

06.11.2009

Mittlerweile verfluche ich die Technik. Soviel Schaltbilder habe ich vorher noch nie gesehen. Wie soll man sich denn das alles merken? Da ist auf Kleinigkeiten zu achten. Textfragen gehen einfacher, da kann ich mir Eselsbrücken bauen ... meiner verstorbenen Mutter sei Dank, die hat mir das sehr früh beigebracht.

Mit den Wetterfaxen werden wir richtig gut, das klappt und wir bekommen mittlerweile ein Gefühl dafür, was es anzeigt. Was gar nicht geht sind die Wettervorhersagen auf RTTY, da bekommen wir nur irgendwelche Zahlen- und Buchstabenkombinationen. Kennt sich damit vielleicht jemand aus und kann helfen? Falls jetzt jemand auf die Idee kommt: sucht euch mal die Funkfernschreibeausstrahlungen des Seewetterdienstes heraus ... die haben wir.

14.11.2009

Wir haben es auch geschafft, die Wettervorhersagen vom Deutschen Wetterdienst zu bekommen. In RTTY. Wir sind ganz stolz. Lesen bildet, oder wie war das? Nein, im Ernst, es war ein ziemliche "Fuschelei" ... aber wir haben es geschafft. Natürlich nutzen uns diese Vorhersagen, im Moment nichts, aber wir können zumindest mal üben. Auch mit "Wolli" kommen wir schon besser klar. Das uns der Antennentuner jedes Mal, beim Abstimmen, eine Nachttischlampe (das ist eine Berührungslampe) anschaltet ... nun ja ... da zieht man halt den Stecker raus. Weiterhin kämpfe ich mich durch die Technik ... wie sagt Bert immer: "Mut zur Lücke." Tja, die werde ich wohl, in Punkto Schaltbilder, haben müssen.

15.12.2009

GESCHAFFT!!!

Am 08.12. war Prüfung in Eschborn. Bert brachte mich mit dem Auto dahin, war darüber heilfroh, so musste ich nicht noch fahren bei der ganzen Aufregung und war nicht alleine. Außer mir waren noch 14 andere dort, die meisten machten E und einige wollte die Anschlussprüfung zu A absolvieren. Was eine Aufregung.  Die Prüfer aber sehr nett. Zuerst mal Technik ... ein Blick in den Bogen ... ach du lieber Himmel. Nach ca 20 min abgegeben und dann musste ich erst einmal raus, eine Beruhigungszigarette. Danach weiter mit der Betriebstechnik und den Vorschriften. Dabei hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl. Wie man sich doch täuschen kann.

Dann kam es, ich musste in die mündliche Nachprüfung .... Technik und Vorschriften. Mir rutschte das Herz in die Hose. Bert meinte nur: "Du nutzt aber auch alles aus." Na danke auch.

Aber einen Versuch war es wert, verlieren konnte ich nichts. Das Wunder geschah .... ich bestand.

So richtig fassen konnte ich das alles nicht. Nach knapp 3 Monaten lernen hielt ich die Bescheinigung in den Händen.

Heute kam das Rufzeichen, die Belohnung der ganzen Mühe: DM7EL.

20.12.2009

Zuerst einmal muss ich mich hier für die vielen Glückwünsche bedanken, die ich bekommen habe. Bert sagt immer "Funkmaus" zu mir <lach>, dabei habe ich noch nicht viel mit der Funkerei am Hut, das wird noch kommen.

Jetzt können wir auch anfangen pskmail, von Intermar, zu testen. Die Anmeldung und die Eröffnung einer Mail Adresse dort ging schnell und unkompliziert. Da uns leider noch das Interface fehlt können wir über Wolli nicht senden. Aber auch über das Internet geht es super. Ein ganz herzlicher Dank geht an Rolf (DK4XI) von Intermar, der uns schnell und unkompliziert geholfen hat. Das Interface bekommen wir auch noch. Die Einladung nehmen wir gern an und sehen uns im nächsten Jahr.

Jetzt muss ich mich in diese Funkerei mal Hereinfinden. Ein Wehrmutstropfen ist allerdings noch dabei, ich bin irgendwie zu blöd eine mail Verbindung zu winlink zu bekommen. Andrea (SYAKKA , DF4AA), danke für deine unendliche Geduld und dein Daumendrücken ... es hat geholfen. Mal gucken, ob ich das nicht doch noch irgendwie hinbekomme.

Auch ein Danke an Harald (DO1DHL), mal gucken ob wir eine Verbindung über die Funke hinbekommen. Wir sind mal gespannt.

26.02.2010

Wir haben es tatsächlich geschafft unser Interface zu löten. Aber was für eine Aktion. Laut Rolf  "..ist das ganz einfach". Stimmt sicher, wenn man das richtige Werkzeug dafür hat und nicht mit einem Lötkolben vom Aldi arbeiten muss. So eine Lötpistole haben wir einfach nicht. Dann ist das alles furchtbar klein und wir haben beide festgestellt: wir werden blind.... Nein, im Ernst ... Bert hat es mit der Brille kaum gesehen und ich musste ohne Brille (damit ich überhaupt was sah) so nahe rangehen das ich aufpassen musste nicht mit der Nase an den Lötkolben zu kommen. Das Bild kann man sich evtl vorstellen.

Aber wir schafften es dann irgendwie doch. Jetzt muss es nur noch funktionieren. Damit unser nächstes Problem.... unsere Antenne. Wir haben keine Ahnung ob die es überhaupt schafft (so wie sie steht) etwas zu senden. Empfangen tun wir ja teilweise etwas.

Eine Anleitung für den richtigen Umgang (und die Einstellungen) für PSKmail  und Fldigi wäre auch nicht übel, am besten eine für Dummies. Jetzt mögen einige denken: mein Gott sind die blöd.. sorry.

Das mit winlink ist auch noch so eine Sache. Zumindest klappte es, das eine mail von winlink zu pskmail kam. Ob das zurück auch klappt werde ich sehen. Liebe Andrea, du musst schon wieder mal herhalten.

Ein Pactor haben wir, leider, noch nicht. In unserer Vorstellung soll es wohl ein USB Pactor sein, aber die sind gebraucht irgendwie nicht zu bekommen und ein anderes, für soviel Geld das wir uns da fast ein neues Gerät kaufen können, wollen wir auch nicht. Müssen da halt noch weiter gucken. Wir sind über jeden Tipp dankbar.

05.05.2010

Also die mail Verbindung von winlink  nach psk mail und umgekehrt klappt, mittlerweile, sehr gut. Vielen Dank an Andrea, von der SY Akka mit ihrer unendlichen Geduld.

Habe jetzt auch den Blog einrichten können, der uns die Möglichkeit gibt über Funk die Webseite zu aktualisieren. Vielen Dank an die Beiden von der SY Bomika, für die Hilfe dabei. So richtig habe ich das noch nicht eingerichtet, aber das wird schon werden.

Noch immer haben wir kein Pactor. Gibt es da evtl. einen Tipp?

21.06.2010

So langsam müssen wir uns Gedanken machen, wie wir die HF Erde in unserem Schiff realisieren. Erkundigungen hatten wir schon eingezogen, aber so richtig überzeugt waren wir bisher nie. Jetzt kam Hilfe die wir gern annehmen. Wir hatten uns überlegt, die Heckkabine mit Alufolie (nee, nicht die haushaltsübliche) auszulegen, aber die zu verbinden ist nicht so einfach. Da wir auch nicht über eine allzu große Quadratmeterzahl verfügen werden wir jetzt streichen. Wie das alles genau aussehen wird werden wir noch berichten. Aber ein großer Dank geht an Martin, von der SY Merger und auch an Axel (DG6YDY) von der SY Enjoy. Ohne euere unkomplizierte und schnelle Hilfe wären wir auf diese recht kostengünstige Lösung nie gekommen. Axel, das ist wirklich Hilfe nach HAM-Spirit. Danke. Auch werden wir uns jetzt überlegen ob wir wirklich das Achterstak isolieren.

15.07.2010

Wir haben unsere HF Farbe bekommen, mit der wir jetzt die Heckkabine streichen können. Vorher allerdings musste noch der Wellentunnel gesäubert und vor gestrichen werden. Was eine Sauerei! Allerdings musste ich mir, nach dem Säubern, keine Gedanken machen das ich meine Hände eincremen sollte. Die waren fettig genug.

Die HF Farbe werde ich allerdings erst streichen, wenn es die Temperaturen wieder zulassen.

24.07.2010

Wir haben unsern Wolli eingebaut, mit dem entsprechenden Kit. Das heißt, wir haben das Bedienteil außerhalb der Funke.